Kinder des Urwalds

Eine schwäbische Lebensgeschichte

Rudolf Veith wird 1925 als drittes Kind einer schwäbischen Auswandererfamilie in einem abgelegenen Tal Südbrasiliens geboren. Nur Schwaben leben in dieser einsamen Gegend. Einige davon haben es durchaus zu „etwas gebracht“, besitzen Steinhäuser und leben zufrieden vom Ertrag ihrer Güter. So viel Glück ist Rudolfs Eltern nicht vergönnt. Das Land, welches sie hoffnungsvoll in Besitz nehmen, ist nicht besonders fruchtbar; jede Ernte muss dem mageren Boden mühsam abgerungen werden. Die Kinder wachsen in einer kargen Welt auf und müssen ab dem 4. Lebensjahr bereits bei der Versorgung mithelfen. Dennoch erinnert sich Rudolf Veith gerne an seine Kindheit. Neben der harten Arbeit warten täglich neue Abenteuer auf die „Urwaldkinder“ – Papageien, Affen und Pumas gehören genauso zu ihrer Welt wie Klapperschlangen und exotische Pflanzen. Drei Buben und zwei Mädchen bringt Anna Veith, Rudolfs Mutter, im Laufe der Jahre zur die Welt – immer nachts, so dass sie anderntags wieder aufs Feld gehen kann.

Im Alter von 10 Jahren muss Rudolf Brasilien verlassen. Der Vater ist gestorben und alleine kann die Mutter die Felder nicht bestellen. Deshalb beschließt die Mutter, nach Deutschland zurück zu kehren. Schweren Herzens machen sich Mutter und Kinder auf die Reise ins ferne Deutschland, Rudolf und seine Geschwister haben nicht einmal Schuhe an …

Die Familie Veith

Die Familie Veith